NÝR läuft auf einer eigenen Blockchain. Es ist kein Token auf einer fremden Kette und kein Konto bei einer Bank.
NÝR ist kein ERC-20, kein Sidechain-Token, kein Eintrag in einem Konzernbuch. Die Kette ist eine einzige, append-only Datei. Nodes reichen Blöcke untereinander weiter — derzeit über Port 19191, später auch Onion. Niemand lizenziert das, niemand darf es abschalten. Blöcke ordnen das Buch. Sie drucken kein Geld.
Die Wallet öffnet diese Datei nie. Sie ist ein Light Client: sie holt Blöcke von Nodes, prüft was sie selbst angeht, und lässt den Rest liegen.
NÝR ist eine Zeiteinheit und ein Gutschein — ein Punkteheft für Dienste und Güter in der Nachbarschaft. Gegebene und erwiderte Zeit soll zählen, ohne Konto, ohne Emittent, ohne Türsteher. Betrag und Zweck sehen nur Sender und Empfänger. Öffentlich bleibt, dass etwas bewegt wurde, nicht wessen Haushalt und nicht wie viel.
Es gibt keine Firma, keine Stiftung, kein Premine in einer bekannten Tasche. 13 lateinische Wörter sind die Wallet. Adressen beginnen mit nyr1 und lassen sich wechseln; alte bleiben gültig.
Das Angebot hat keinen Deckel. Neue Coins sind Arbeitszeit einer Node: Strom und ein Rechner, der für das Netz da ist. Der Satz ist 0,00001 NÝR pro Sekunde, höchstens 0,86400 in 24 Stunden, plus 0,00001 je validierter Übertragung. Der Betreiber nennt eine Empfangsadresse. Wer keine Node betreibt, empfängt NÝR von anderen — als Gutschein für Zeit, Hilfe oder Ware.
Fünf Nachkommastellen. Eine Überweisung gilt im Testnetz, wenn zwei andere Nodes sie bestätigt haben.
Kein Spekulationschip mit einem Emittenten, den man verklagen kann. Kein Banktoken. Kein Konto, das ein Schalter einfrieren darf. NÝR soll Nachbarschaftshilfe tragen — und ein Buch bleiben, das niemand gechartert hat.